Wettbewerb Neugestaltung S-Bahnstation Frankfurt/M Taunusanlage

Ausarbeitung der Entwurfsplanung

Entwurfsidee

 

Die Analyse der Besucher-/ Passantenströme ergab, dass eine Durchquerung der Eingangsbauwerke in möglichst kurzen und direkten Weg erfolgt. Eine Konzentration auf die eigentlich genutzten Verkehrsflächen ergibt neue, raumgeometrische Formen entlang dieser Bewegungsrichtungen.

 

Die dadurch sichtbar werdenden, nichtfrequentierten Bereiche stehen als neue Nutzflächen zur Verfügung. Ehemals tote Flächen werden teilweise als Vermarktungs- und Ausstellungsflächen aktiviert. In der praktischen Umsetzung erfolgt dies durch den Einbau von polygonalen, nichttragenden Wänden, welche dem unterirdischen Verkehrsbauwerk ein unverwechselbares, skulpturales Erscheinungsbild geben. und das Bauwerk zu einem erlebbaren Transitraum mit künstlerisch-architektonischem Anspruch neu gestalten.

 

Neben den integrierten Kiosk-Standorten für die Reisendenversorgung mit Verweil- und Aufenthaltsqualität bietet die Neugestaltung ein weiteres Nutzungspotential, welches insbesondere die Identität und Einzigartigkeit der Station im kulturell-städtischen Kontext herzustellen vermag. Verglaste Ausstellungsräume und Vitrinen ermöglichen eine Nutzung als Ausstellungsort für Kunst (z. B. Sammlung der Deutschen Bank oder benachbarter Institute) als auch der Präsentation kultureller Aktivtäten städtischer Museen. Zur Verbesserung der Wegeführung und Orientierung wird ein Farblichtkonzept vorgeschlagen:

 

Die Orientierung sowohl in Richtung des Bankenviertels, als auch in Richtung der Wallanlage soll merklich verbessert werden. Durch eine Lichtfarbgestaltung mit den Farbtönen Grün und Blau, soll der Besucher, bzw. der Reisende in der subjektiven Orientierung unterstützt, geführt werden. Im Bereich der Bahnsteigebene werden die Tunnelaußenwände mit Orientierung in Richtung Bankenviertel und In Richtung Wallanlage, durch eine blaue und grüne Lichtfarbe illuminiert.

Personenströme und Lichtführung

 

In der Bahnsteigebene erhalten beide Tunnelröhren eine raumwirkende Farblicht-Illumination (durch Reflektion über die Tunnel-Außenwände), so dass Fahrtrichtung farblich definiert ist. Die Süd-Östlich gelegene Fahrtrichtung (Alte Oper) in Grün, die Nord-Westlich gelegene Fahrtrichtung (HBF) in Blau. Der weitere Weg durch das Verkehrsbauwerk wird bis zu den Ausgängen farblich geführt: In den Treppen-/Fahrtreppenschächten sowie den Zwischenebenen durch LED bestückte Handläufe bzw. in seitlichen Wandschlitzen integrierte farbige Linienleuchten. In den B1-Ebenen unterstützen in Hauptbewegungsrichtung der Passanten angeordnete, farbige Linienleuchten an der Decke die Lenkung und Orientierung der Personenströme und tragen so zur Kapazitätssteigerung der Verkehrsstation bei. Grün = Grünanlage/Wallanlage Blau = Glasarchitektur des Bankenviertels.

 

 

 

 

 

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© Bernward Kraus Dipl.-Ing. Architekt BDA

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