Nutzungsänderung Bürohaus zu Atelierwohnungen in Frankfurt a.M.

Konzept

Das Bahnhofsviertel ist urbanes Leben in einem Kunst- und Vergnügungsviertel. Dieses Viertel hat einerseits den großen Vorteil einer ständigen Bespielung, allerdings auch den großen Nachteil von diversen innerstädtischen Emissionen wie Lärm und Schmutz, verursacht durch Partygänger, Rotlichtmilieu, Junkies und Dealer.

Gerade darum ist es für eine bestimmte Zielgruppe besonders attraktiv in so einem Umfeld einige Jahre zu verbringen, um in ihrer jungen Schaffensperiode viele Einflüsse aufzunehmen und später sich dann mit Frau und Kind in richtigen Wohnvierteln und in einer anderen Sozialstruktur niederzulassen. Bemerkenswert ist es daher auch, dass dieses Viertel sich immer wieder neu generiert aufgrund neuer Einflüsse, Personen, Moden, Stilrichtungen...

Zielgruppen, die ein längerfristiges Wohnen anstreben, werden durch die vorgenannten Emissionen empfindlich gestört und bestehen z. B. auf ihrer Mittags- und Nachtruhe! Zu diesem Konflikt gibt es bereits genügend Beispiele wie in der Münchner/Elbe Straße wo einerseits die gewünschten und erfolgreichen Szene-Etablissements existieren und andererseits sich neue Bewohner durch die gerade nachts hochfrequentierte Gastronomie gestört fühlen. Daher müssen die Lebensgrundeinstellungen der neuen Bewohner mit den Gegebenheiten eines lauten Viertels konform gehen. Als positives Beispiel hierzu sei die Langstraße in Zürich genannt, eine Partymeile mit Milieu-Chic oder St. Pauli in Hamburg.

Die von uns beabsichtigte Wohnform haben wird deshalb „Wohnatelier“ genannt und könnte auch als
„Loftwohnung“ bezeichnet werden, da das „Wohnen“ für die Kreativszene nicht durch eine herkömmliche und standardisierte Raumeinteilung Küche-Essen-Wohnen-Schlafen-Bad funktionalisiert wird, sondern lediglich die Sanitäranschlüsse für Bäder und Küchen als Kernbereiche definiert werden. Diese loftartigen „Einraumwohnungen“ ermöglichen höchste Flexibilität und Selbstgestaltung durch die Nutzer und stellen somit eine Bereicherung des Wohnwertes dar. Durch dieses innovative Raumkonzept wird den kreativen Stadtnomaden die Kombination von Wohnen und Arbeiten – egal zu welcher Tageszeit – ermöglicht.

 

Auf einer Etage werden 3 Wohnateliers für ein „Artist in Residence“ Programm eingerichtet.

Das Artist in Residence Programm startet Mitte nächsten Jahres im 25hours Hotel in der Langstraße in Zürich und wird stark kunstbeeinflusst sein. Unterschiedlichste Künstler in ganz Europa werden darin unterstützt Reisen anzutreten, um neue Erfahrungen zu sammeln in Frankfurt, Köln, Berlin, Wien, Zürich und Venedig. Kuratiert wird das Ganze von einem jährlich wechselnden Kurator an den verschiedenen
Orten und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Hochschulen.

 

Geplantes Raumprogramm

Unter weitgehender Zugrundelegung der durch die KEG erarbeiteten Bauvoranfrage sind Wohneinheiten in diversen Größen, z. T. mit Balkonen geplant:
Niddastraße 57, vom 1. bis zum 7.OG = 21 Wohnateliers mit unterschiedlichen Größen von 49–72–93 m²
Niddastraße 59, vom 1. bis zum 6.OG =   6 Wohnateliers mit der Größe 60–81 m²

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© Bernward Kraus Dipl.-Ing. Architekt BDA

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