Wettbewerb 2002 - Ernst v. Hülsen Haus - Marburg

Projektdaten


Wettbewerb 3. Preis

 

Auslober Philipp-Universität Marburg
verteten durch das Hessische
Ministerium der Finanzen

Konzept

 

Um die städtebaulich in sich ruhende, nahezu quadratische Anlage nicht zu stören wurde auf einen von der Biegenstraße her sichtbaren Anbau verzichtet, dadurch bleibt das dreiseitig erfahrbare Erscheinungsbild gewahrt.


Die Geländeabsenkung zwischen den Seitenrisaliten des Ostflügels war Inspiration für eine in die Erde eingebettete bzw. eingegrabene Erweiterung. Bewusst niedrig gehalten und in den Boden versenkt, wurde als obere Begrenzung das Gesims des umlaufenden  Gebäudesockels aufgenommen. So vermittelt der sichtbare Teil des Erweiterungsgebäudes als ein architektonisches Bindeglied zwischen Altbau und Institutsgarten und wird Teil der Außenanlage.


Die Dachflächen des unterirdischen Baukörpers werden als ‘Fassade’ gestaltet. Eine steingefasste Wasserfläche als gleichsam ‘organischer Boden’, der sich kaum über das Niveau des Rasens erhebt und den Blick aus dem Lesesaal mit dem Garten verbindet. Skulpturale Oberlichter aktivieren die begehbare Basaltsteinfläche.


Der Zugang der Gipsabgußsammlung erfolgt über den Garten und das Tieferdgeschoss. Vom Entree leitet eine Rampe hinab zur Ausstellungsfläche mit ‘offenem Grundriss’. Freistehende Wände ermöglichen thematische Trennungen als auch Verbindungen und bilden zwei verschieden hohe Raumbereiche mit unterschiedlicher Lichtführung. Die Sichtbetonwand des großen Lichtschachtes wirkt als Hintergrund der Ausstellungsfläche vor der Verglasung. Sämtliche Wand- und Deckenflächen sind verputzt und hell gestrichen. Der Bodenbelag besteht aus gewachstem Zementestrich. Der Sandsteinsockel des Altbaus setzt sich als Wandoberfläche im Anbau fort.

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© Bernward Kraus Dipl.-Ing. Architekt BDA

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