Umbau und Sanierung Deutsches Architektur Museum in Frankfurt

Projektdaten

 

Auftraggeber: Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main
                          vert. durch Hochbauamt Frankfurt / M.

 

Dachsanierung          
Planungszeit:          2013
Bauzeit:                    2013                         
Leistung:                  Objektplanung Lph 2-9        
 
Umbau, Brandschutzertüchtigung und energetische Sanierung 1. Bauabschnitt

Planungszeit:          2009 - 2010
Bauzeit:                    2010 - 2011            
Leistung:                  Objektplanung Lph 1-9     

 

Einbau eines behindertengerechten Aufzugs
Planungszeit:          2006 - 2007
Bauzeit:                    2007                         
Leistung:                 Objektplanung Lph 1-9 

 

 

Konzept

 

Unter Denkmalschutz steht nicht nur die Neoklassizistische Villa von 1912, sondern auch das von Ungers geschaffene Gebäude-Ensemble als Kulturdenkmal, in dem er erstmals eines seiner Entwurfsmotive realisierte: das Thema des Raumes und seiner Verwandlungsstufen bis hin zum „Haus im Haus" als morphologische Raumabfolge. Bei den baulichen Veränderungen mussten die Urheberrechte des Architekten Ungers bzw. seiner Erben beachtet werden.


Auslöser für die Baumaßnahmen waren brandschutz- und sicherheitstechnische Mängel, sowie Instand-haltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, welche nach 25 Jahren eine vorübergehende Schließung des Museums erforderten.
Umfangreiche Bestandsuntersuchungen zu Beginn der Planung ergaben einen schlechten energetischen Gebäudezustand, veraltete Anlagentechnik mit hohen Unterhaltskosten sowie ein Raumklima, welches nicht mehr den museologischen Standards entsprach.


Mit dem Planungsziel einer wirtschaftlichen Gesamtkonzeption wurde eine Thermische Gebäudesimulation durchgeführt und ein Konzept für die energetische Gesamtsanierung (Kosten ca. 6 Mio. €) des Museums erstellt. Aufgrund eines gedeckelten Budgets in Höhe von 2,6 Mio € konnte diese jedoch nicht vollständig durchgeführt werden und musste auf einen 1. und 2. Bauabschnitt aufgeteilt werden:

 

Im 1. Bauabschnitt  erfolgte die Umsetzung sämtlicher erforderlicher Brandschutzmaßnahmen mit Verbesserung der Flucht- und Rettungswege sowie der Entrauchung. Zusammen mit der Sanierung des Ausstellungsbereiches im Erdgeschoss erfolgte eine vorbereitende Umsetzung der raumklimatischen Verbesserung für das Gesamtgebäude. Dies umfasst anlagentechnische Maßnahmen wie den Ersatz der alten Lüftungsanlage durch eine Klimaanlage mit gleicher Luftleistung und den Funktionen Kühlen, Befeuchten und Entfeuchten, das Kanalnetz in die hintere Ausstellungshalle, sowie ein Fußbodensystem zum Heizen und Kühlen, so dass zumindest hier eine raumklimatische Verbesserung erreicht wird.


Eine besondere Herausforderung war die Erneuerung des verglasten Innenhofes entsprechend der „Leitlinien zum wirtschaftlichen Bauen der Stadt Frankfurt am Main". Die wärmegedämmte Stahl-Glas-Fassade mit 3-fach Verglasung und automatischen Rauchabzugfenster erforderte stärkere Metallprofile und das unter Beibehaltung der Entwurfsprinzipien des Urhebers. Da nicht alle Entwurfsparameter als Pläne zur Verfügung standen, musste stellenweise „Architekturarchäologie" betrieben werden. Insgesamt war ein sehr hoher Aufwand für die Erfassung des Bestandes und der Ausführungsplanung erforderlich.

 

In einem 2. Bauabschnitt soll die wesentliche Umsetzung der energetischen Gebäudesanierung erfolgen. Diese umfasst die Erneuerung der Glasdachflächen über dem Erdgeschoss als wärmegedämmte Stahl-trägerkonstruktion einschließlich Verglasung sowie die Sanierung des Tonnendaches mit verbesserter Wärmedämmung und die Erneuerung der Lichtdecke mit energiesparenden Leuchten.Die energetische Sanierung der Villa erfordert eine Erneuerung sämtlicher Sprossenfenster sowie der Glasdachkonstruktion über dem 3.OG einschließlich verbesserter Wärmedämmung des Altbaudaches. Eine Erweiterung des Kanalnetzes über alle Geschosse ermöglicht die Klimatisierung der Ausstellungs-bereiche vom 1. bis 3.OG. Zusätzlich erfolgt der Einbau eines Kühldeckensystems in die Deckenputz-flächen. In der Außenwand des EG werden sämtliche Stahlfenster zu wärmegedämmten Konstruktionen ausgetauscht, auf der Außenseite erfolgt eine Erneuerung des Wärmedämmverbundsystems.

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© Bernward Kraus Dipl.-Ing. Architekt BDA

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